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Nach dem Tod von sechs Hunden: Badeverbot im Neuenburgersee

Nach dem Tod mehrerer Hunde und als Vorsichtsmassnahme wird zwischen der Mündung von Areuse und Colombier ein Badeverbot im Neuenburgersee erlassen.

Untersuchungen der verschiedenen staatlichen Behörden (SCAV Veterinärabteilung, Kantonal Chemiker und Umweltdienst) nach Todesfällen von 6 Hunden innerhalb von 24 Stunden (siehe auch Meldung von gestern) scheinen zu zeigen, dass die Todesfälle dieser Tiere wahrscheinlich auf eine Zyanobakterie zurückzuführen sind. Daher hat der Kantonalchemiker als Vorsichtsmaßnahme das Badeverbot in dem betroffenen Sektor angeordnet. Diese Entscheidung wird von den betroffenen Gemeinden sofort umgesetzt.

Ab Donnerstag, den 30 Juli am Abend, hat die Neuenburger Polizei die Badenden in den betroffenen Sektoren vorbeugend evakuiert und ihnen die Risiken erläutert.

Was ist Zyanobakterien?

Dieses Bakterium entwickelt sich in stehenden Gewässern und tritt als schleimige, gelatinöse Masse oder in der Form von Fäden auf, die an der Oberfläche schwimmen. Die Farbe kann grün sein, aber auch variieren.

Die Einnahme der Bakterien könne einen Rausch verursachen. Symptome sind gekennzeichnet durch neurologische Störungen, die insbesondere bei Tieren schnell zum Tod führen können.

Kleine Kinder, die beim Schwimmen dazu neigen, Wasser zu verschlucken, zählen demnach ebenfalls zur Hauptrisikogruppe. Im Falle eines Vergiftungsverdachts gehöre sofort ein Arzt oder Krankenhaus ausgesucht.

Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen.

Police NE

  PS       31 Juli, 2020 06:45
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