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Givisiez FR – Wiederinstandsetzung nach Verschmutzung durch 45’000 Liter Diesel

Nach dem Auslaufen von über 45’000 Liter vom Betriebs- und Unterhaltszentrum der TPF in Givisiez am vergangenen 13. November, gehen die Entgiftungsarbeiten voran.


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Der Zustand des Tiguelet-Bachs hat sich verbessert und die Phase der Wiederinstandsetzung des Auffangbeckens in Givisiez hat begonnen. Die Interventionskräfte, koordiniert von der Kantonalen Gebäudeversicherung (KAB), sind nicht mehr vor Ort im Einsatz. Die weiteren Arbeiten werden von einer Task Force der TPF übernommen, unter der Beaufsichtigung vom kantonalen Führungsorgan (KFO) und dem Amt für Umwelt (AfU).

Die umfangreichen Entgiftungsarbeiten, die nach dem Auslaufen von über 45’000 Liter Diesel vom Betriebs- und Unterhaltszentrum der TPF in Givisiez am vergangenen 13. November unternommen wurden, gehen voran und werden in den nächsten Wochen weitergeführt.

Sanierung des Tiguelet-Baches
Das Bachbett und die Ufer des Tiguelet-Baches wurden am Wochenende, des 23. und 24. November 2019, von der Feuerwehr gründlich gereinigt. Ein Teil des vorhandenen Treibstoffs konnte somit aus dem Wasserlauf entfernt werden. Der Zustand dieses Baches hat sich verbessert; In den nächsten Wochen können
jedoch immer noch Restspuren vom Treibstoff auftreten. Daher werden mehrere schwimmende Ölsperren bis in die Nähe des Schiffenensee aufrechterhalten. Sobald die Witterungsbedingungen wieder besser sind, werden weitere Reinigungsaktionen unternommen.

Auffangbecken in Givisiez

Das Auffangbecken in Givisiez wurde hermetisch abgeschlossen, damit die Verschmutzung eingedämmt bleibt. Es wurde ein Bypass angelegt, um das saubere Wasser oberhalb des Beckens aufzufangen und dieses unterhalb abzulassen.

Seit dem 29. November 2019, hat die Phase zur Wiederinstandsetzung des Beckens begonnen. Es wurde eine geeignetere und leistungsfähigere Installation zur Behandlung des Wassers eingerichtet, um die Entfernung des Diesels vorzusetzen. Ein Teil der verschmutzten Vegetation wurde entfernt. Der Diesel bleibt an der Oberfläche, ein Mindestwasserstand wurde absichtlich im Auffangbecken beibehalten, um die Risiken einer Bodenverschmutzung zu verhindern. Gleichzeitig werden die Ufer des Beckens schrittweise gereinigt.

Überwachung der betroffenen Zonen

Die Zonen oberhalb und unterhalb des Auffangbeckens sind grösstenteils gereinigt, was aber nicht heisst, dass sie definitiv entgiftet sind. Sie werden weiterhin überwacht und das Amt für Umwelt (AfU) entnimmt auch weitere Proben zur Analyse.

Aktionen zur Renaturierung

Die Analyse des AfU, betreffend der langfristigen Auswirkung auf den Untergrund und die Böschungen des Auffangbeckens und der von der Verschmutzung betroffenen Wasserläufe, ist im Gange. Die Renaturierung wird mehrere Monate dauern.

Ende des Einsatzes der Interventionskräfte vor Ort

Die Interventionskräfte, in diesem Fall die Feuerwehrleute, der Zivilschutz und die Kantonspolizei, sind nun nicht mehr vor Ort im Einsatz. Die Entgiftungsarbeiten werden einer von den TPF geführten Task Force anvertraut. Diese vereint ein Ingenieurbüro, ein Tiefbau-Unternehmen und mehrere Fachfirmen. Eine reduzierte Struktur des KFO stellt die operationelle Weiterverfolgung sicher. Der UDV-AfU (Unterstützungsdienst bei Verschmutzungen) ist beauftragt, die verschiedenen Entgiftungsaktionen zu genehmigen. Die Feuerwehr ist bei Bedarf in Alarmbereitschaft.

Die Untersuchung läuft weiter

Die von der Staatsanwaltschaft geführte Untersuchung läuft weiter. Zurzeit haben die zusammengetragenen Elemente ergeben, dass höchstwahrscheinlich ein technischer Defekt die Ursache für diese erhebliche Entweichung ist. Es werden keine weiteren Angaben zur Untersuchung mitgeteilt.

Kapo FR

  PS       3 Dezember, 2019 14:06

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