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Wallis: Heizungsraum-Betrug ("boiler room")-Betrug / Ct. Valais: "Chaufferie" ("boiler room")

In der Börsensprache heißen häufig kriminelle Vertriebsorganisationen „Boiler Room“, zu deutsch Heizungsraum. Der Name rührt daher, daß meist auf engem Raum Telefonverkäufer zusammensitzen, die mit Hochdruck tatsächliche oder fiktive Aktien am Telefon feilbieten. Hierbei ist die Atmosphäre ähnlich eng und heiß wie in einem Heizungsraum, daher wohl der Name.

In letzter Zeit hat sich im Kanton Wallis ein spektakulärer Betrugsfall ereignet. 
 
Stellen Sie sich folgende Begebenheit vor:
 
Eine unbekannte Person ruft Sie Ende Juni 2008 an. Sie offeriert Ihnen ein lukratives Geschäft. Konkret stellt Sie Ihnen in Aussicht, das in Aktien investiertes Kapital sei in kürzester Zeit verdoppelt. Sie sind etwas skeptisch, und nehmen zunächst einmal Abklärungen vor. Konkret überprüfen Sie, ob die erwähnte Firma im Internet zu
finden ist. Und tatsächlich findet sich ein entsprechender Eintrag. Sie entschließen sich zu einer Investition von zunächst einmal 15'000.00 SFr. Konkret überweisen Sie das Geld auf ein Bankkonto in Taiwan. Mitte Juli 2008 ruft Sie eine andere Person an. Sie teilt Ihnen mit, daß der erwartete Gewinn erzielt worden sei. 
 
Sie sind hocherfreut. 100 Prozent Rendite in einem Monat, ist ein hervorragendes Resultat. Noch im selben Telefonat, in dem er Ihnen die Gewinnmeldung verkündete, teilt er Ihnen mit, daß Sie, bei einer erneuten Investition von zk. 10'000.00 SFr. einen ebenso hohen Gewinn erwarten können. Er begründet dies damit,
daß diese Investition gleich, nachdem die neu zugründende Firma bei der Börse zugelassen wird, einen massiven Gewinn erzielen wird. Einen Monat später teilt man Ihnen mit, daß auch bei diesem Geschäft eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals erzielt worden sei. 
 
Das ganze Vorgehen wiederholt sich, schlußendlich haben Sie in 12 Tranchen einen Betrag von zk. CHF 500'000.00 investiert. Sie wollen sich nun den erzielten Gewinn von zk. 1 Million SFr. auszahlen lassen. Sie weisen Ihren "Berater" an, Ihnen das Geld auf Ihr Konto bei einer Schweizer Bank überweisen zu lassen. Doch
nachdem Sie mehrfach hingehalten worden sind, entschließen Sie sich, die Angelegenheit bei der Polizei anzuzeigen. Sie erfahren dann, daß es sich um einen sogenannten Heizungsraum-Betrug "Boiler Room"-Betrug handelt. 
 
Die geschädigte Person ist im Wallis ansäßig. 
 
In mehreren Schweizer Kantonen (bis anhin Zürich, Bern, Waadt, Wallis) sind bis anhin 84 Personen als potentiell geschädigt identifiziert worden.
 
In Schweden meldeten sich einige Dutzend geschädigte Personen, der Gesamtbetrag beläuft sich dort auf ca. EUR 40 Millionen. 
 
Das Phänomen in Kürze:
 
Wer?  Täter aus dem südasiatischen Raum.
 
Was? Auf Basis von falschen, jedoch professionell gestalteten Dokumenten und Zertifikaten wird das Opfer dazu gebracht, unverzüglich Aktien zu kaufen und zu verkaufen. Der Gewinn daraus wird dann den Betrügern zur Verfügung gestellt, damit diese neue Investitionen tätigen können. In Tat und Wahrheit werden die Titel nie von der Täterschaft erworben. Die zunächst tatsächlich getätigten Aktienkäufe dienen lediglich dazu, das Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen.
 
Wieviel? Zwischen einigen zehntausend bis zu einige hunderttausend Franken. 
 
Wo? Australien, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Schweiz.  
 
Tipps:

• Falls Sie über keine vertrauenswürdigen Kontakte im Börsenhandelsgeschäft verfügen, nehmen Sie keine Finanztransaktionen vor, ohne zuvor den Rat bei Ihrer Bank, Ihrem Treuhänder bzw. Anwalt eingeholt zu haben.
 
• Holen Sie im Zweifelsfalle Rat im Bekanntenkreis ein. Die Sicht eines Außenstehenden hilft manchmal, sich nicht in Etwas zu verrennen. 
 
• Vergessen Sie nicht: Es existiert kein Parallelfinanzmarkt mit riesigen Renditeversprechen und gleichzeitig ohne Risikoerwartungen.
 
• Falls Sie Opfer eines solchen Betrugsfalles geworden sind, unterlassen Sie künftige Zahlungen sowie weitere Telefonate bzw. E-Post.

• Nehmen Sie Kontakt auf mit dem nächsten Posten der Kantonspolizei.
 
Unternehmen Sie nichts auf eigene Initiative. 


Placements financiers à très haut rendement.
 
Le mécanisme consiste à proposer à des épargnants un placement privé de titres dont la cotation est annoncée (Pre-IPO ou placements privés avant une offre publique). Le client est contacté téléphoniquement par un inconnu, soi-disant intermédiaire financier international et reçoit une proposition d’acquérir des titres d’une société non cotée à un prix qui serait largement inférieur à celui de la cotation lors de son entrée en bourse. Généralement, votre interlocuteur vous renvoie à un site Internet en lien avec la société en question. Souvent,
cette dernière société n’existe pas ou alors il s'agit d'une société réelle (qui n'est pas au courant) mais dont la cotation n'est pas prévue.
 
Dans bien des cas, les escrocs ne s'arrêtent pas là et rapidement ils mettent en œuvre la phase 2, à savoir la Recovery Room, prolongement d’une Boiler-Room ou d’une pseudo Pre-IPO. L’épargnant qui a été convaincu d'acheter (cher) des titres devenus sans valeur ou qui n'en ont jamais eu se voit proposer par une autre entité, se présentant, elle, comme sérieuse, de lui racheter ses titres à un prix supérieur à leur valeur actuelle ou à leur valeur d’acquisition. Il est toutefois demandé d’avancer certains frais ou d’investir dans une autre valeur mobilière. Inutile de préciser qu’une fois les frais payés, l'interlocuteur disparaît et l'argent avec lui.
 
Dans la pratique : 
 
Fin juin 2008 un valaisan a été contacté par un soi-disant représentant de la société luxembourgeoise POLLIA VENTURES. Il accepte de verser tout d'abord CHF 15'000.- sur un compte à Taiwan pour l'achat d'actions de la société PANTERA PETROLEUM INC (société réelle établie à Austin/Texas/USA). Contacté par un nouvel interlocuteur, de la société KIMURA FINANCIAL établie au Japon, ce dernier lui indique que son investissement
a doublé. Il lui propose de réinvestir le montant initial, le gain réalisé ainsi qu'une somme de CHF 10'000.- supplémentaire dans l'acquisition de titres d'une autre société, effectivement établie au USA et dont l'entrée en bourse serait imminente. Finalement, invoquant divers arguments fallacieux (bonding transaction, plafond obligatoire, préparation d'ouverture de marché..), les auteurs sont parvenus à obtenir plus de CHF 500'000.- avant que le lésé ne dénonce le cas.  
 
Des cas similaires ont été signalés dans les cantons de Zürich, Berne, Vaud notamment. Environ 80 personnes ont été lésées. En Suède, le préjudice atteint à l'heure actuelle environ EUR 40 millions. 
  
Conseils : 
 
A moins de disposer de réelles connaissances dans le domaine boursier, n'effectuez aucune opération financière sans prendre conseil auprès de votre banque, votre fiduciaire, voire de votre avocat. En cas de doute parlez en autour de vous, une vue extérieure évite de persévérer dans l'erreur. N'oubliez jamais : Il n'existe aucun marché financier parallèle juteux et sans aucun risque ! 
 
Si vous pensez avoir été victime d'une arnaque, cessez tous versements et interrompez téléphones et e-mails. Prenez contact avec le poste de police le plus proche.
 
Ne prenez pas d'initiatives personnelles.
 
 
 

 

  admin       19 Februar, 2010 20:54

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