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Kriminalstatistik Stadt Zürich 2019

Nach dem Anstieg in den letzten beiden Jahren nahmen die Straftaten in der Stadt Zürich im 2019 um 1.3% leicht ab (2018: 43’917 / 2019: 43’333). Markant abgenommen haben die Betrugsdelikte der sogenannten „falschen Polzisten“. Zugenommen haben aber die Gewaltdelikte.

Im Vergleich zum Vorjahr, sind die polizeilich erfassten Straftaten in der Stadt Zürich um insgesamt 584 Delikte gesunken. Somit sind die Zahlen auf dem dritttiefsten Stand seit zehn Jahren. Dies ist vor allem auf den Rückgang bei den Vermögensdelikten zurückzuführen.

Die Straftaten gegen Leib und Leben haben erneut leicht zugenommen. Die Tätlichkeiten sind um 20, die Körperverletzungen um 37 Fälle gestiegen. Bei 90% der Körperverletzungen handelt es sich um leichte Fälle, die sich grösstenteils in den Nachtstunden an den Wochenenden in den Ausgehzonen ereigneten. Während die Entreisse-Diebstähle leicht abnahmen, kam es bei den Raubdelikten zu einem deutlichen Anstieg von rund 21%. Einen Einfluss auf die gestiegenen Zahlen hat sicherlich die angestiegene Jugendgewalt, was im Zusammenhang mit dem Ausgehverhalten und dem Konsum von Alkohol stehen dürfte.

Die Einbruchsdelikte sind nach dem Anstieg im Vorjahr im Berichtsjahr wieder rückläufig. Somit konnten im Jahr 2019 die leichten Zunahmen der letzten drei Jahren stabilisiert werden. Die Stadtpolizei führt dies auf die koordinierten präventiven und repressiven Massnahmen gegen die Einbruchskriminalität zurück.

Während die Fallzahlen bei den herkömmlichen Betrugsdelikten wiederum stark gesunken sind, stiegen die Zahlen der digitalen Betrugsdelikte erneut an. Erfreulich ist die Abnahme bei den Betrugsdelikten der sogenannten „falschen Polizisten“. Während im Jahr 2018 noch über 1’200 entsprechende Anrufe verzeichnet wurden, reduzierte sich diese Zahl im 2019 auf 253. Dank intensiven Präventionsbemühungen gelang es der Täterschaft nur noch in 10 Fällen, gegenüber 36 im Jahr zuvor, Geld zu erbeuten.

Die Straftaten, bei denen Behörden und Beamte der Stadt Zürich von Gewalt und Drohung betroffen waren, sind nach einer Abnahme im 2018, wieder leicht angestiegen. Die Anzahl der davon betroffenen Stadtpolizistinnen und -polizisten ist aber wieder auf das Niveau von 2017 gesunken. Es zeigte sich, dass die Delikte gegen Polizisten hauptsächlich zwischen Donnerstagabend und Sonntagmorgen verübt wurden.

Stapo ZH

  PS       23 März, 2020 09:15
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