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Kanton Nidwalden NW – 107 verletzte Personen

Die Zahl der Unfälle und Verletzten auf den Strassen im Kanton Nidwalden ist 2019 gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. Vor allem Unfälle auf der Autobahn haben stark zugenommen. Zu den häufigsten Ursachen gehören nach wie vor Unaufmerksamkeit am Steuer und Missachtung des Vortrittsrechts.

Im abgelaufenen Jahr haben sich auf den Strassen Nidwaldens 120 Unfälle innerorts und ebenso viele ausserorts inklusive Autobahn ereignet. Gegenüber 2018 (234) registrierte die Kantonspolizei Nidwalden 6 Unfälle mehr. Dies entspricht dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Bei 92 von 240 Unfällen zogen sich insgesamt 107 Personen Verletzungen zu. Die Zahl der schwerverletzten Personen ist mit 31 konstant geblieben, jene der Leichtverletzten stieg von 74 auf 76. Die Anzahl der Fussgängerunfälle erhöhte sich im Berichtsjahr von 7 auf 11 (davon 8 auf, 3 ausserhalb von Fussgängerstreifen). Diese forderten ein Todesopfer, drei Schwer- und sieben Leichtverletzte. Der tödliche Unfall – der einzige in der ganzen Statistik (-1) – mit einem einheimischen Fussgänger hat sich im Dezember 2019 in Oberdorf ereignet. Es waren insgesamt 31 Unfälle (gegenüber 2018: ±0) mit Velofahrenden zu verzeichnen, in zehn Fällen waren E-Bike-Lenkende beteiligt. 9 (-5) Personen erlitten schwere und 10 (-4) leichte Verletzungen.

Über alle Unfälle betrachtet waren in 151 (+26) Fällen Unaufmerksamkeit und Ablenkung und
47-mal (+11) das Missachten des Vortritts die Ursache. Die Zahl der Fahrzeuglenkenden, die unter Alkoholeinfluss in Unfälle verwickelt waren, nahm im vergangenen Jahr von 17 auf 14 ab. 43-mal (-9) führten das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassen-, Sicht- und Verkehrsverhältnisse zu Unfällen.

Der Juni 2019 war hinsichtlich Unfälle der ereignisreichste Monat (36), im April wurden mit 9 so wenige Unfälle wie sonst nie registriert. Mit 39 Unfällen war der Freitag der unfallträchtigste Wochentag. Am Samstag ereigneten sich mit 29 am wenigsten Unfälle. Mit Blick auf die Tageszeiten kam es zwischen 16.00 und 17.00 Uhr am häufigsten zu Unfällen (21).

In der Gemeinde Stans wurden mit 58 (-8) am meisten Unfälle registriert, in Dallenwil mit 3 (-6) am wenigsten. Ein Anstieg wurde auf der Autobahn A2 und der Autostrasse A8 festgestellt: 2019 wurden total 64 (+25) Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Diese sind mitunter auf die Bautätigkeit auf der A2 im Raum Hergiswil zurückzuführen. Sonst gab keine Örtlichkeiten, an denen eine massive Häufung von Unfällen verzeichnet werden musste.

  PS       11 März, 2020 09:27
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