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Kanton BL – Online-Anlagebetrug: Betrüger erbeuten nahezu eine Million Schweizer Franken

In den letzten Wochen stellte die Polizei Basel-Landschaft eine Zunahme von Online-Anlagebetrugsfällen fest. Der Deliktsbetrag beläuft sich auf nahezu eine Million Schweizer Franken.

Mindestens acht im Kanton Basel-Landschaft wohnhafte Personen wurden in den letzten Wochen von einer unbekannten Täterschaft telefonisch betreffend Investitionsmöglichkeiten in Kryptowährungen oder Fremdwährungen angegangen. In der Folge liessen sich die Geschädigten dazu verleiten, mehrere tausend bis zu mehreren hunderttausend Franken auf diesen Plattformen zu investieren, ehe die Täterschaft die entsprechende Online-Handelsplattform wieder schliesst.
Der Gesamtbetrag aus den acht Fällen liegt bei einer knappen Million Schweizer Franken.

Die strafrechtliche Verfolgung der Täterschaft gestaltet sich äusserst schwierig, da diese sich meist hinter mehreren ausländischen Scheingesellschaften und falschen Identitäten versteckt und kaum ermittelt werden kann. Das ertrogene Geld ist in der Regel nicht mehr auffindbar. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Anleger ein gesundes Mass an Misstrauen an den Tag legen und die Warnzeichen erkennen. Dies kann die Wahrscheinlichkeit verringern, Opfer solcher betrügerischer Anbieter zu werden.

Merkmale der Betrugsmasche:

– Ungebetene telefonische Kontaktaufnahme von meist ausländischen Finanzmaklern oder Finanzberatern

– Aussicht auf Traumrenditen; angeblich einmalige Chance, zu einem exklusiven Anlegerzirkel zu gehören

– Hinweis der Betrüger auf professionell aufgemachte Webseiten fingierter Unternehmen, welche nur schwer als
betrügerisch zu erkennen sind

– Zustellung von offiziell erscheinenden, tatsächlich aber professionell gefälschten Zertifikaten, Verträgen
oder Bestätigungen

– Drängen zu übereilten Abschlüssen mit dem Hinweis, dass das Angebot nur für kurze Zeit gelte

– intensive Einflussnahme auf die Opfer mit teilweise mehreren Telefonaten und zahlreichen E-Mails täglich

– nach kleineren Einstiegszahlungen werden mit immer neuen Begründungen laufend weitere und höhere Zahlungen
gefordert

Kapo BL

  Redaktion Polizei-Schweiz       18 Mai, 2020 14:15
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