Polizei Schweiz
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag
  • Category flag

Kanton Aargau: Weiter Vorsicht an Ufern von Bächen und Flüssen

Ein Teilstab des Kantonalen Führungsstabs (KFS) hat die Hochwasser-Lage im Kanton Aargau in Bezug auf die Wetterlage analysiert und einen Abbauplan für die mobilen Hochwassersperren in Brugg, Mellingen, Wohlen und Strengelbach erstellt.

Obwohl in den nächsten Tagen mit Gewittern zu rechnen ist und lokal deshalb grössere Niederschlagsmengen möglich sind, können die noch bestehenden Schutzmassnahmen voraussichtlich im Verlauf der Woche zurückgebaut werden. Die Hochwassersituation wird aufgrund der prognostizierten Niederschläge und der Gewitterlage jedoch weiterhin überwacht. Das bisherige Schadenausmass der Hochwassersituation konnte durch den Einsatz von Rettungs- und Katastrophendiensten sowie durch diverse Schutzmassnahmen begrenzt werden.

Die Gewässerpegel im Kanton Aargau liegen aktuell im Bereich der Gefahrenstufe 1 (keine oder geringe Gefahr) oder Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr; Aare und Aabach). Dennoch sind die Abflüsse in den Aargauer Flussabschnitten von Rhein, Aare, Reuss und Limmat im Vergleich zum langjährigen Mittel immer noch stark erhöht. Grundsätzlich werden die Abflüsse tendenziell weiter sinken. Obwohl lokal in den nächsten Tagen mit teils kräftigen Gewittern und lokalen Unwetterwarnungen gerechnet werden muss, sind keine starken flächigen Niederschläge zu erwarten. Deshalb können die mobilen Hochwasserschutzsperren und Sandsäcke, die seit Dienstag, 13. Juli 2021, in diversen gefährdeten Gebieten eingebaut wurden, schrittweise zurückgebaut werden.

In Wallbach erfolgte der Rückbau bereits seit letztem Mittwoch, 21. Juli 2021. Der ausstehende Rückbau in Brugg startet heute Dienstag, 27. Juli 2021. In Mellingen und Wohlen werden die Hochwassersperren voraussichtlich am Donnerstag, 29. Juli 2021, zurückgebaut und in Strengelbach am Freitag, 30. Juli 2021 – sofern es die meteorologische Lage zulässt: Wo und mit welcher Intensität sich die prognostizierten Schauer- und Gewitterzellen entladen, kann nicht vorausgesagt werden. Deshalb ist auch weiterhin eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Auf Stufe Kanton wird die Lage von einem Teil des Kantonalen Führungsstab (KFS) in enger Zusammenarbeit mit dem Pikettdienst der Abteilung Landschaft und Gewässer (ALG) weiterhin überwacht und koordiniert, sodass allfällig notwendige Massnahmen schnell ergriffen werden können.

Verhältnismässig geringe Überschwemmungsschäden dank Einsatzkräften und Schutzmassnahmen

Die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) meldete am Montag, 19. Juli 2021, in ihrer Medienmitteilung(öffnet in einem neuen Fenster) eine Schadensumme von ungefähr 29 Millionen Franken; ein Grossteil davon entstand durch Hagelschäden (16,5 Millionen Franken), während die Überschwemmungsschäden rund 9 Millionen Franken ausmachen. Damit belaufen sich die Schäden auf eine geringere Summe im Vergleich mit anderen Kantonen oder anderen Schadensjahren. Dank des grossen Einsatzes der Rettungs- und Katastrophendienste sowie diverser Schutzmassnahmen – wie der Einbau von mobilen Hochwassersperren, Schutzwänden und Sandsäcken – konnten schlimmere Schäden verhindert werden.

Der Regierungsrat des Kantons Aargau bedankte sich bereits in seiner Medienmitteilung vom Montag, 19. Juli 2021, bei allen Einsatzkräften für die sehr gute Zusammenarbeit und ihr Engagement. Auch in Zusammenhang mit den geplanten und bereits erfolgten Rückbauten sowie die gute Zusammenarbeit sprechen der Regierungsrat und der Kantonale Führungsstab den Regionalen Führungsorganen (RFO), den örtlichen Zivilschutzorganisationen (ZSO) und den Feuerwehren ihren Dank aus.

Weiterhin gilt: Vorsicht an Ufern von Bächen und Flüssen

Die Bevölkerung wird grundsätzlich gebeten, weiterhin die Uferzonen von Flüssen und Bächen zu meiden, da insbesondere bei allfälligen lokalen Niederschlägen überraschend Flutwellen auftreten und Ufer einbrechen könnten. Bei Aussenaktivitäten gilt es, das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Behörden ist Folge zu leisten.

Kanton AG

  Redaktion Polizei-Schweiz       27 Juli, 2021 14:25