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Corona Schweiz – Wichtige Infos zur dritten Impfung

Covid-19 Impfstoffe von Moderna und Pfizer/BioNTech: Swissmedic genehmigt dritte Impfung für bestimmte Bevölkerungsgruppen

Nach Begutachtung der entsprechenden Gesuche passt Swissmedic die Fachinformationen der Covid-19 mRNA-Impfstoffe von Moderna (Spikevax®) und Pfizer/BioNTech (Comirnaty®) an. Besonders gefährdete Personen können demnach eine Booster-Impfung erhalten, um weiterhin ausreichend gegen schwere Verläufe der Covid-19 Krankheit geschützt zu sein.

Im Gegensatz zu Comirnaty erfolgt diese Auffrischimpfung bei Spikevax mit einer halben Dosis. Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Funktion des Immunsystems können eine dritte Impfdosis erhalten.

Swissmedic hat die eingereichten Unterlagen zur dritten Dosis geprüft und passt die Arzneimittelinformationen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen und immungeschwächte Personen an.

Neuste Studiendaten weisen darauf hin, dass eine zusätzliche Dosis die Fähigkeit zur Bildung von Antikörpern gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erhöhen kann, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

Ferner können besonders gefährdete Personen von einer Boosterimpfung profitieren. Das unabhängige wissenschaftliche Expertengremium HMEC (Human Medicines Expert Committee) hat an seiner Sitzung im Oktober 2021 den Entscheid von Swissmedic gestützt.

Auffrischimpfung (Booster) für besonders gefährdete Personen

Beide Impfstoffe werden in einer ersten Impfserie in zwei Dosen im Abstand von 3 Wochen (Comirnaty, 2 Dosen à 0.3 ml) respektive einem Monat (Spikevax, 2 Dosen à 0.5 ml) intramuskulär verabreicht. Eine dritte Impfung (mindestens 6 Monate nach der zweiten Dosis) kann möglicherweise bei älteren Menschen oder Risikopatienten den Schutz vor einer Covid-19 Krankheit aufrechterhalten.

Bei Comirnaty (Pfizer) erfolgt die Boosterimpfung mit der gleichen Dosis wie die beiden ersten Impfungen (0.3 ml). Beim Covid-19 Impfstoff Spikevax (Moderna) wird für die Auffrischung die halbe Dosierung (0.25 ml) verwendet.

3-Dosis-Schema für Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem

Immungeschwächten Personen oder Patienten mit unterdrückter Immunreaktion (zum Beispiel Empfänger von Organtransplantaten oder Krebspatienten), die nach zwei Impfungen nur eine geringe oder gar keine Immunantwort gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 aufgebaut haben, kann mindestens 28 Tage nach der zweiten eine dritte Dosis in der gleichen Dosierung verabreicht werden.

Daten aus einer klinischen Studie mit Teilnehmern, die sich einer Organtransplantation unterzogen hatten, zeigten, dass die dritte Dosis die Immunantwort im Vergleich zur Kontrollgruppe (Placebo) verbesserte.

Anwendung und Sicherheit der Covid-19 Impfstoffe

Basierend auf der Anpassung der Arzneimittelinformationen durch Swissmedic konkretisiert die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) die Impfempfehlungen für die dritten Impfdosen der Covid-19 Impfstoffe.

Swissmedic überwacht Nutzen und Risiken der Impfstoffe zur Vorbeugung der Coronavirus-Krankheit in der Schweiz und international weiterhin sehr eng.

Covid-19: Auffrischimpfung soll ältere Menschen noch besser vor schwerer Erkrankung schützen
Bern, 26.10.2021 – Die in der Schweiz eingesetzten Covid-19-Impfstoffe sind äusserst wirksam und schützen gut vor schwerer Erkrankung und Hospitalisation. Der Schutz kann indes bei älteren Menschen im Laufe der Zeit etwas abnehmen. Um sie weiterhin bestmöglich vor einer schweren Erkrankung zu schützen, empfehlen das Bundesamt für Gesundheit BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) Personen über 65 Jahren eine Auffrischimpfung. Dies im Einklang mit dem Zulassungsentscheid der Heilmittelbehörde Swissmedic. Für die breite Bevölkerung ist eine Auffrischimpfung aufgrund der aktuellen Datenlage derzeit nicht zugelassen und auch nicht empfohlen.

Die verfügbaren wissenschaftlichen Daten zeigen, dass geimpfte Personen sehr gut vor einer schweren COVID-19 Erkrankung geschützt sind. Der Impfschutz beträgt nach einer vollständigen Impfung weiterhin über 90 Prozent. Wer sich trotz Impfung ansteckt, hat meist keine oder nur milde Symptome und erkrankt selten schwer. Eine Auffrischimpfung für die gesamte Bevölkerung erachten EKIF und BAG deshalb im Moment nicht für angezeigt.

Einzelne Studien weisen aber darauf hin, dass der Impfschutz insbesondere bei den ältesten Personen über die Zeit etwas nachlassen kann. BAG und EKIF empfehlen deshalb generell allen Personen ab 65 Jahre eine Auffrischimpfung. Sie soll frühestens sechs Monate nach vollständiger Impfung erfolgen. Die Empfehlung gilt ganz besonders für Bewohnerinnen und Bewohner in Alters- und-Pflegeheimen und für Personen ab 65 Jahre mit schweren Grunderkrankungen. Diese Personengruppen gehören zu den besonders gefährdeten Personen mit dem höchsten Risiko, schwer zu erkranken.

Auffrischimpfungen beginnen ab Mitte November

Die Impfempfehlung von BAG und EKIF beruht auf der Zulassung durch Swissmedic. Diese hat für beide mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna eine Auffrischimpfung für besonders gefährdete Personen zugelassen.

Die detaillierten Impfempfehlungen werden in den kommenden Tagen publiziert. Die vom Bund zur Verfügung gestellten IT-Systeme für die Anmeldung, Dokumentation und das Monitoring werden ab 4. November funktionsbereit sein. Für die Durchführung der Auffrischimpfungen sind die Kantone zuständig; sie entscheiden, ab wann sich die berechtigten Personen anmelden können und bereiten sich darauf vor, ab Mitte November mit den Auffrischimpfungen beginnen zu können.
Menschen mit geschwächtem Immunsystem

Bereits heute empfohlen ist eine dritte Impfdosis für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei der dritten Dosis für schwer Immungeschwächte handelt es sich jedoch nicht um eine Auffrischimpfung; sie ist vielmehr Teil der Grundimmunisierung («Primo-Vaccination»), wenn die Antwort des Immunsystems nach zwei Dosen schlecht oder fehlend ist. Eine dritte Dosis kann Personen mit geschwächtem Immunsystem nach mind. 28 Tagen verabreicht werden.

Impfstoffversorgung ist sichergestellt

Die Schweiz verfügt über genügend Impfstoffe, um 2021 und 2022 allen Personen, denen eine Auffrischimpfung empfohlen wird, und all jenen, die sich bisher noch nicht impfen liessen, eine Impfung anzubieten.
Die Impfung bleibt das beste Mittel für den Ausstieg aus der Covid-19-Pandemie. Nur mit einer deutlich höheren Impfrate kann die Bevölkerung ausreichend immunisiert und vor schweren Erkrankungen geschützt sowie eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindert werden.

Niederschwelligen Zugang nutzen

Die ersten Auffrischimpfungen werden voraussichtlich in Altersheimen verabreicht werden. Um eine Verbreitung des Virus in Alters- und Pflegeheimen und eine Gefährdung der ältesten Menschen zu verhindern, soll zudem allen Bewohnerinnen und Bewohnern und allen Mitarbeitenden in solchen Institutionen, die sich bisher noch nicht impfen liessen, nochmals ein Angebot für die Erst- und Zweitimpfung gemacht werden.

Swissmedic

  Redaktion Polizei-Schweiz       26 Oktober, 2021 13:00