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Basel BS – Erneut Betrugsmasche durch falsche Polizisten

Erneut Betrugsmasche durch falsche Polizisten, hoher Geldbetrag verloren In den letzten Tagen gingen erneut mehrere Meldungen beim Notruf der Kantonspolizei, Tel. 117, von Personen ein, weil sie von einer „Kriminalpolizistin“, einem „Polizeibeamten“ bzw. von der „Staatsanwaltschaft“ aufgefordert worden waren, ihnen, aus Gründen der Sicherheit, Geld und Wertsachen auszuhändigen. Wiederholt hat die Staatsanwaltschaft eindringlich vor dieser Betrugsmasche, letztmals am 12. und 13.11.2019, gewarnt (siehe Medienmitteilung vom 12. und 13.11.2019).

Im vorliegenden Falle erhielt am 13.11.2019 eine 84-jährige Rentnerin mehrere Telefonanrufe einer Frau, welche sich als „Polizistin“ ausgab. Diese erklärte, dass die Polizei mehrere Personen festgenommen habe. Dabei habe man ein Notizbuch sichergestellt, in welchem ihr Name und ihre Bankkontodaten notiert seien. Es bestehe die grosse Gefahr, dass ihr Geld abgehoben werde.

Um dies zu verhindern wurde die 84-Jährige eindringlich aufgefordert, sofort ihr Geld bei der Bank zu beziehen und der Polizei zu übergeben. In der Folge wurde sie von der „Polizistin“ angewiesen, mit einem Taxi zu einem Restaurant auf dem Bruderholz zu fahren.

Als die Frau das Geld bei der Bank bezogen hatte und an den besagten Ort gefahren war, wies sie die „Polizistin“ an, einem Mann das Geld zu übergeben. Anschliessend kehrte die Frau nach Hause zurück.

Allgemeines Vorgehen der Täter Die Täter geben sich als Polizist oder als Kriminalbeamtin aus. Die oft Hochdeutsch sprechenden Anrufer nehmen über eine gefälschte Rufnummer1 eine Verbindung mit den potentiellen Opfern auf. Auf dem Telefondisplay erscheint eine offizielle Amtsnummer, so z.B. diejenige einer Polizeiwache oder einer Behörde.

In der Folge teilen die Betrüger mit, dass die auf Banken deponierten Vermögen nicht mehr sicher seien und man deshalb das Geld abheben und zu sich nach Hause nehmen soll. Anschliessend werden zivile Polizeibeamte am Wohnort
vorbeikommen, um das Bargeld, den Schmuck sowie weitere Wertsachen in Verwahrung zu nehmen und an einem sicheren Ort zu deponieren. Die Täter fordern ihre potentiellen Opfer wiederholt auch auf, das Geld aus Gründen der Sicherheit persönlich in eine andere Stadt oder ins Ausland zu bringen und dort einem „Polizisten“ zu übergeben bzw. an einem unauffälligen Ort zu hinterlegen.

Zudem werden auch Personen von falschen Polizisten in Angst und Schrecken versetzt, weil angeblich bewaffnete Einbrecher unterwegs seien, um das am Wohnort aufbewahrte Geld zu stehlen.

Kapo BS

  PS       14 November, 2019 07:39

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