Polizei Schweiz
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Asylstatistik April 2022

Im April 2022 wurden in der Schweiz 1268 Asylgesuche eingereicht, 45 weniger als im Vormonat (-3,4 %).

Gegenüber April 2021 ist die Zahl der Asylgesuche um 418 gestiegen. Wichtigste Herkunftsländer waren Afghanistan und die Türkei. Im April wurde zudem 22 965 aus der Ukraine geflüchteten Personen der Schutzstatus S erteilt.

Die wichtigsten Herkunftsländer der Personen, die im April ein Asylgesuch in der Schweiz eingereicht haben, sind Afghanistan mit 260 Gesuchen (54 weniger als im März), die Türkei (247 Gesuche; +56), Eritrea (156 Gesuche; -14), Syrien (83 Gesuche; -3) und Algerien (62 Gesuche; -18).

Von den 1268 im April gestellten Gesuchen waren 849 Primärgesuche (März 2022: 869 Primärgesuche). Personen, die ein Primärgesuch stellen, tun dies unabhängig von anderen Personen, die bereits um Schutz ersucht haben. Die wichtigsten Herkunftsländer bei den Primärgesuchen im April 2022 waren: Afghanistan (225, -62), die Türkei (146, +51), Algerien (61, -19) sowie Georgien (43, unverändert) und Syrien (38, +7).

Im Gegensatz dazu ist ein Sekundärgesuch die Folge eines bereits registrierten Asylgesuchs (beispielsweise Geburt, Familiennachzug oder Mehrfachgesuch).

Das Staatssekretariat für Migration SEM erledigte im April 2022 insgesamt 954 Asylgesuche: Es wurden 246 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 186 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 327 Personen erhielten Asyl und 190 wurden im Rahmen der erstinstanzlichen Erledigungen vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle nahm im Vergleich zum Vormonat um 347 auf 4786 zu.

Im April haben 350 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen oder wurden in ihr Herkunftsland oder einen Drittstaat rückgeführt. Die Schweiz hat bei 369 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 128 Personen konnten im selben Zeitraum in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden.

Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 283 Personen ersucht und 58 Personen wurden der Schweiz überstellt.

Resettlement-Programm

Im Rahmen des Resettlement-Programms sind im April 2022 26 Personen in die Schweiz eingereist. Der Bundesrat entscheidet alle zwei Jahre über ein Resettlement-Programm. Für die Jahre 2022 und 2023 hat er beschlossen, insgesamt bis zu 1600 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen, die sich in einer prekären Lage in Erstaufnahmeländern befinden. Hinzu kommt ein Kontingent von 220 Flüchtlingen, die wegen der pandemiebedingten Verzögerung nicht im Rahmen des Programms 2020/2021 aufgenommen werden konnten.

Ukraine: Schutzstatus S (Sonderverfahren)

Am 12. März 2022 hat der Bundesrat erstmals den Schutzstatus S zur Aufnahme schutzbedürftiger Menschen aus der Ukraine aktiviert.

Im April registrierten sich in der Folge 22 890 Personen für ein Gesuch um Schutzstatus S in den Bundesasylzentren. Im gleichen Zeitraum wurde 22 965 Personen der Schutzstatus S gewährt, bei 114 schutzsuchenden Personen wurde er verweigert, weil die Kriterien nicht erfüllt waren.

Quelle der Meldung: SEM

  Redaktion Polizei-Schweiz       17 Mai, 2022 10:00