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Aarau AG – Gezielte Aktion gegen „Autoposer“

Am vergangenen Wochenende führte die Kantonspolizei Aargau und die Stadtpolizei Aarau in der Aarauer Innenstadt je eine gezielte Aktion gegen sogenannte Autoposer durch. Hier ein gutes Beispiel, weshalb die Kantonspolizei solche Kontrollen durchführen (siehe Bildgalerie):


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Diesen älteren BMW 745 stoppte die Kapo AG am Samstag auf der Bahnhofstrasse, nachdem dieser durch unnötiges Herumfahren aufgefallen war. Am Steuer sass eine 20-jährige Neulenkerin. Weil rasch klar war, dass mit dem Wagen einiges nicht stimmte, wurde dieser vorläufig sichergestellt.

Inzwischen wurde der BMW von Experten des Strassenverkehrsamtes eingehend überprüft und dabei eine ganze Liste von Mängeln festgestellt.

Punkto Lärm stiess die Polizei auf eine interessante, wenn auch fragwürdige Konstruktion: Der Auspuff wies vor dem Endschalldämpfer eine Abzweigung mit einem Zusatzrohr auf. Mit einer Fernbedienung konnte eine Klappe angesteuert werden, welche die Auspuffgase somit ohne Lärmdämmung ins Freie leitete. Die gemessenen Lärmwerte lagen erwartungsgemäss weit über dem Erlaubten.

Eindeutig sicherheitsrelevant war die Tatsache, dass einer der hinteren Reifen so weit abgelaufen war, dass das Stahlgewebe zum Vorschein kam und ständig Luft entwich. Auch verlor der Wagen Öl, und die Stossdämpfer wiesen teilweise ungenügende Wirkung auf. Im übrigen weist die Mängelliste verschiedene unerlaubte Änderungen auf.
Die Lenkerin und der Halter des nicht betriebssicheren Wagens müssen sich nun vor der Staatsanwaltschaft verantworten. Zudem droht der Führerausweisentzug.

Kapo AG

  PS       7 Juli, 2020 14:56
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